Bis zum Jahre 1894 hielt der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde im Schulhaus des Dorfes Drewitz Bibelstunden. Hier sammelte sich ein Kreis von jungen Menschen, denen die Pflege eines lebendigen Glaubens wichtig war. Nachdem der Pfarrer seinen Dienst alters- und gesundheitsbedingt aufgeben musste, fanden seine Amtsnachfolger kein Verständnis für diesen Kreis, der somit immer mehr aus der Kirchengemeinde ausgegrenzt wurde. Eines Tages kam ein Mitglied der Evangelischen Gemeinschaft mit der Absicht nach Drewitz, christliche Bücher und Schriften zu vertreiben. Nachdem er hier jenen Kreis junger Leute vorfand, vermittelte er den Kontakt zu einem Prediger der Evangelischen Gemeinschaft. Im Jahre 1898 kam es zur Gründung einer Gemeinde der Evangelischen Gemeinschaft. Sofort wurde auch mit einer Sonntagsschule begonnen.
Zum Bau einer eigenen Kapelle kam es im Jahre 1910 auf dem Privatgrundstück der Eheleute Karl und Helene Matthes Am Silbergraben 1. Sie stifteten 400 m² ihres G
rundstücks für das Bauvorhaben.
Über lange Jahre war das Leben der kleinen und lebendigen Gemeinde besonders mit den Gemeinden der evangelischen Gemeinschaft in Berlin verbunden. Von dort kamen die Pastoren zu ihrem Dienst nach Drewitz. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961 war die Gemeinde von diesen Verbindungen abgeschnitten. Aus den Gemeinden in Drewitz und Potsdam-Babelsberg wurde daraufhin ein eigenständiger Gemeindebezirk gebildet, für den in Babelsberg ein Pastor stationiert wurde.
1968 vereinigte sich die Evangelische Gemeinschaft mir der Bischöflichen Methodistenkirche zur Evangelisch-methodistischen Kirche.
Mitte 1991 wurde die Gemeinde in Babelsberg aufgegeben und in die Gemeinde in Drewitz integriert.
In den achtziger Jahren belebte sich das Gemeindeleben in Drewitz. Die bestehende Kapelle erwies sich als zu klein und als zu ungünstig gelegen, so dass nach einem Bauplatz für ein neues Gemeindezentrum Ausschau gehalten wurde. Ein solcher bot sich an, da, nur wenige hundert Meter vom bisherigen Standort entfernt, der neue Potsdamer Stadtteil Kirchsteigfeld Gestalt annahm. Für dessen Ortsmitte war ein kirchliches Gebäude vorgesehen. Gemeinsam planten die Evangelisch-methodistische Kirche und die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg den Bau eines ökumenischen Gemeindezentrums. Es wurde im Jahre 1997 eingeweiht und trägt nun den Namen Versöhnungskirche. Bis zur Fertigstellung des Gebäude
s suchten die beiden Gemeinden, deren auch zuvor schon bestehender guter Kontakt sich noch mehr verdichtete, den Weg zu den Anwohnern z.B. bei Straßenfesten. Über zwei Jahre hinweg fand die Arbeit in einem Bürocontainer statt. In diesem entwickelte sich besonders auch die Arbeit des gemeinsamen Projektes Stadtteilladen im Kirchsteigfeld.
