Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,

ein Blick auf den Kalender zeigt: Der Sommer ist da – zumindest der meteorologische. Manch einen mag dies überraschen: Was, schon Sommer? Wo ist denn die Zeit hin? Für andere heißt es eher: Endlich Sommer! Nicht mehr lang bis zu Ferien, Urlaub, Baden ...

Die Zeit vergeht wohl nicht für alle gleich. Und auch für einen persönlich ist Zeit relativ, wie ein Blick zurück zeigt: So kann man sich meist noch erinnern, wo man in welchem Jahr im Sommerurlaub war, aber was man im selben Jahr an den Wochenenden im Mai gemacht hat, weiß man nicht mehr so genau – außer es gab da gerade ein ganz spezielles Ereignis.

Ein jegliches hat seine Zeit.

Prediger 3

schreibt der Prediger – und dies bereits in einer Zeit als die Uhren den Schlag der Sekunden und Minuten noch nicht vorgaben, sondern die Zeit dem Rhythmus von Arbeit und Festen, von Aktivität und Stille/Gebet, von Winter und Sommer folgte. So schreitet die Zeit doch eher ihre Ecken und Kanten, wie nebenstehendes Gedicht zeigt, und so ist auch die Sommerzeit nicht nur Ferienzeit, sondern für viele eine Zwischenzeit: Für manche eine Zwischenzeit vom Alltag, wo die regelmäßigen Veranstaltungen ruhen, für andere eine besondere Urlaubszeit, und für manche sogar der Beginn einer neuen Lebensphase: Schuleingang oder Schulwechsel, eine neue Klassenstufe, neue Aufgaben oder ein neuer Arbeitsplatz oder – wie bei uns – ein Umzug.

Ich wünsche Euch und Ihnen einen gesegneten Sommer mit tiefen Begegnungen, schönen Erinnerungen und mit Momenten des Staunens und der Ruhe, in denen die Zeit „gefühlt“ einfach mal stehen bleibt.

Eure & Ihre Diana Wolff (Praktikantin)