„Suchet der Stadt Bestes!“

Ökumenischer Gottesdienst zum 400. Jubiläum Marktwesen Kandel

Ich war sehr erstaunt, als wir das Festzelt auf dem Marktplatz betraten, wo schon mit dem Grillen der Hähnchen begonnen wurde: Das Zelt war bereits gut besetzt und füllte sich dann fast voll.

Das zweite war zu Beginn: Unsere 2 Dudelsackpfeifer – Rüdiger Günther und Hendrik Hager  –  begrüßten die Gottesbesucher mit ihrem Spiel. Das war Klasse! Pastor Carsten Perl meinte bei seiner Begrüßung, so etwas hätte er am Anfang eines Gottesdienstes noch nicht gehört, aber es würde hier im Zelt gut passen, „ein wahrer Ruf zum Aufwachen“.

Mit dem sehr bekannten Lied „Lobe den Herren“ begann dann der Gottesdienst. Die Kinder wurden zum Kindergottesdienst verabschiedet und Pastoralreferent T. Jäger las den Psalm „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte...“ Das Eröffnungsgebet sprach Ruth Maier, die unsere Gemeinde vertrat, und sie war auch bei den Fürbitten beteiligt. Ihr Gebet endete mit „Gott, hilf uns zu erkennen, dass wir längst eins sind“. Diese Aussage kann nachdenklich stimmen. Nach dem Lied „Ich lobe meinen Gott“ las Pfarrerin Mirjam Dembek aus Jeremia 29, aus dem das Motto des Gottesdienstes stammt. Das Lied „Halleluja° brachte in seinen 3 Versen zum Ausdruck Gottes Reich in dieser Welt suchen, Beten (und wir sollen es nicht vergeblich tun) sowie lasst Gottes Licht durch euch scheinen.

Der Predigt der 3 Theologen lag der gesamte Vers des Sonntags-Mottos zugrunde: Jeremia 29 Vers 7: Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum Herrn; denn wenn`s ihr wohl geht, so geht`s euch auch wohl. Gesagt wird es von dem Propheten an die gefangenen Juden in Babel.

Ausgeführt wurde, dass es uns eigentlich gut geht in Kandel. Eine Stadt, die viele Möglichkeiten bietet, vom Einkaufen bis zum Wohnen. Wir haben ein Krankenhaus, mehrere Ärzte, das Haus für Behinderte, das Alten- und Pflegeheim usw. Dafür dürfen wir dankbar sein. Auch für das Klima. Nach dem Text sollen aber auch wir aktiv werden. Das Beste suchen, uns einbringen, die Not anderer sehen.

Den Part Gebet – betet für sie – hatte Pfarrerin Dembek übernommen. Das Gebet solle man nicht vergessen. Realistisch die Dinge sehen und vor Gott bringen. Das Gebet als Kraftquelle betrachten.

Nach dem Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“ wurden von verschiedenen Personen der 4 Gemeinden Fürbittengebete gesprochen, die einen sehr breiten Rahmen umfassten. Nach dem Vaterunser sangen wir gemeinsam das altbekannte Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Nach Segen und einem musikalischen Nachspiel ging ein besonderer Gottesdienst zu Ende. Viele wünschten sich, ihn zum Oktobermarkt beizubehalten. Die Kollekte war für Hilfe für Menschen in Nordsyrien bestimmt.

Da die Hähnchen inzwischen gar waren, lud ihr Geruch zum Mittagessen ein.

Text: Horst Pokropp Foto: Eckart Zechiel


Wanderfreizeit

Unsere diesjährige Wanderfreizeitmit unserer Partnergemeinde Marienberg war ein herrliches, sonnendurchflutetes Begegnen. Wir haben gespürt, wie Gottes große Liebe uns leben lässt.

Der Gottesdienst am 17. Oktober, den Friedrich gehalten hat, war der eigentliche Auftakt zu diesem lebensspendenden Miteinander, wo es darum ging, Gottes große Liebe in unseren Mitmenschen, insbesondere zu unseren Schwestern und Brüdern, zu sehen, zu erleben, zu erspüren. Jeder unserer Ferientage war ein Sonnentag. Jeden Tag konnten wir eine Bergtour unternehmen. Für die, die am Berg nicht so geübt waren, gab es kleinere Touren. Einige waren auch mit dem Radl unterwegs und einige unternahmen kleine Touren mit den Kindern

Text: Hans Wilhelm Günther


„Soiree musicale“ am 03.11.2019

Der Applaus wollte nicht enden, als Pushkar Riccardo Carlotto am Piano sowie Susanne Günther und David Frank, Querflöten, das „Soiree musicale“ in der vollbesetzten Friedenskirche Kandel mit 2 Zugaben von Jean Fritter und Léo Delibes krönten. Werke für Flöten und Tasteninstrumente stehen nicht alle Tage auf dem Programm, und ihr Repertoire reichte von Barock zur Neuzeit, von Bach bis Busoni. Auch eine Uraufführung aus der Feder des Pianisten und Komponisten Carlotto war zu hören. Durch informative Zwischentexte und Anekdoten haben die Zuhörer Interessantes erfahren und einen anderen Zugang zu den Stücken bekommen. Ein Trio, das Antonio Vivaldi, für seine Flötenschüler geschrieben hatte, erinnerte an das Orchesterwerk „Die vier Jahreszeiten“. Es folgten eher zarte, melancholische Klänge bei „Deux Papillons“ von Emil Kronke.
 

Fulminat wurde es dann wieder bei dem für Orchester- und Opernwerke bekannten Komponisten Friedrich Kuhlau, der jedoch auch Trios für Flöten geschrieben hat. Für so einen Hörgenuss braucht man wirklich kein Orchester. In allem haben die Musiker mit ihrem außergewöhnlichen Können und ihrer gewitzten Spielfreude mehr als überzeugt. (HD)

 


Sommerfest am 15.09.2019

Am 15.09. feierten wir einen Familiengottesdienst mit anschließendem Mittagessen. Schon zum Gottesdienst war die Kirche voll besetzt: Kinder von 1 Jahr bis 94 Jahren feierten zusammen. Ein Lied, das auch mich und viele andere Gottesdienstbesucher an ihre Kindheit erinnerten,

Ein Kluger baut sein Haus auf Felsengrund“. Mich hat dieses Lied durch meine ganze Sonntag- und Jungscharzeit begleitet. Klein und groß Jung und Alt machten die Bewegungen mit und sicher ging es noch vielen Gottesdienstbesucher so wie mir. Die Dialogpredigt zwischen Christiane, Henrike und Ruth hatte mir wieder viel zu denken gegeben:

Was ist wichtig im Leben?

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein gutes Mittagessen, Hans Günther machte für alle die Lust hatten Stockbrot – auch das erinnerte mich an die Jungscharzeit. Und es ist schön dass unsere Kinder und Enkelkinder das erleben dürfen.

 


Ein ganz besonderes Dankeschön ...

gilt Uschi Esser, Sie hat 300 € erwirtschaftet mit dem „ Fair Lädchen“ Wir konnten diesen Betrag für ein ganz besonderes Projekt. an die Mission weiterleiten Das Fair Lädchen ist immer sonntags ab ca. 11 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung geöffnet. Telefon 07275/3922

Unser Fair Lädchen ist erneut auf dem Weihnachtsmarkt am 2. und 3. Wochenende im alten Rathaus

Uschi hat neue Ware eingekauft, damit sie eine große Auswahl an fair gehandelten Produkten verkaufen kann Unterstützt wird Uschi von ihrem Mann Werner. Auch wir sollten sie dabei unterstützen, den Stand besuchen und beim Auf- und Abbau mithelfen Es ist für unsere Gemeinde auch eine gute und wichtige Öffentlichkeitsarbeit .Danke an Uschi und Werner und an alle, die mithelfen und das Fair-Lädchenbesuchen.


Rückblick Senioren 60 plus:

Lieder, die mich angesprochen haben (Wunschliedersingen) mit Hans W. Günther

Als wir uns am 22. September trafen – auch einige vom Seniorenkreis waren dabei, die in Zukunft unsere Veranstaltungen mit begleiten werden – hatte wohl jedes ein Wunschlied (oder mehrere) im Gedächtnis. Zunächst legte uns aber Sigrid ein (Deutsches) Gesangs- und Melodienbuch der Bischöflichen Methodisten-Kirche vor, gedruckt 1888. Die im Mai 1884 tagende General-Conferenz (noch alte Schreibweise) erteilte die Vollmacht (nach Bitten der deutschen Conferenzen) ein neues deutsches Gesangbuch für unsere Gemeinden in Amerika und Europa herzustellen. Im Januar 1888 hieß es „Adresse an alle Deutsch–redenden
Methodisten“: Wir ermahnen Euch, geliebte Freunde, „im Geist und mit Verständnis zu singen“ und darauf Acht zu haben, dass die Macht des geheiligten Gesanges …… zur Geltung komme, Eure eigenen Herzen zu erheben, und Andere zur Erkenntniß und Liebe Jesu Christi führen. Interessant in diesem Buch manches zu lesen. Der nach Amerika ausgewanderte und noch dort lebende Kandeler Karl Kern hat das Gesangbuch dort entdeckt und Günthers zugeschickt.

Das erste Lied, das wir daraus gesungen haben, war“ Großer Gott wir loben dich“, 4 Verse - mein Lieblingslied. So wurden zuerst etliche Lieder aus unserem Gesangbuch gesungen, auch mit dem Hinweis, warum gerade dieses Lied. Auch z.B. das früher oft gesungene Lied -auch als Chorlied – „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte…“. Anschließend auch aus dem Liederbuch im Großdruck Band 2 „Kein schöner Land“, dass oft vom Seniorenkreis zum Singen benutzt wird. So ging ein interessanter und sangesfroher Abend bald zu Ende. Am Schluss „Herr bleibe bei uns…“ im Kanon und der Spruch aus unseren Jugendstunden- Tagen „Blick auf, hilf auf, gute Nacht“. Danke an Hans für die Übernahme dieses Themas und für seine Liedbegleitung mit der Geige bis Johann kam und uns am Klavier mit seinem flotten Spiel führte. Danke. Horst Pokropp


Der „Wilde Süden“ zu Gast in der EmK Kandel

Vom 20.-22. September 2019 fand die Jugendfreizeit „Wilder Süden“ in den Räumlichkeiten der Friedenskirche statt. Das Thema des Wochenende lautete "I want you" (dt. "ich will dich") und es ging um das Thema Mission und den Glauben nach außen zeigen.

Freitags ging es für die Jugendlichen ins Jugendzentrum von Kandel, wo uns ein bunter Abend mit Singen, Kennenlernspielen und viel Action erwartete. Abends konnten wir beim Abendschluss mit Liedern und Kerzenschein zur Ruhe kommen, bevor wir zum Schlafen in unsere Schlafsäcke gekrochen sind.

Am Samstagmorgen durfte auch ein bisschen Sport nicht fehlen, der dank der lustigen Musik auch den müdesten Gestalten ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Nach dem reichlichen Frühstück sind wir in den Wald gegangen, um ein Geländespiel zu spielen. Nach einer kleinen Mittagspause ging es dann weiter mit "Bibelzeug", bei dem wir uns verschiedene Stellen aus der Bibel zum Thema Mission genauer durchgelesen und besprochen haben. Anschließend haben wir den sonntäglichen Gottesdienst in Kleingruppen geplant. Anschließend fand eine Workshop-Phase statt, bei der man Salate zubereiten, Freundschaftsarmbänder herstellen oder Fußballspielen gehen konnte. Zum Abendessen wurde dann draußen gegrillt.

Bei einem nächtlichen Rollenspiel zeigte sich wieder einmal die gute Gruppendynamik, die sich durch das gesamte Wochenende gezogen hatte. Mit einer geführten Meditation beendeten wir den Abend und tankten Energie für den Sonntag.

Am nächsten Morgen ging es dann nun wieder ans Aufräumen und Putzen. Anschließend folgte der von den Teilnehmern gestaltete Gottesdienst mit Band und viel Bewegung. Bei einem gemeinsamen Mittagessen konnten sich Gemeinde und "Wilder Süden" auch noch in persönlichen Gesprächen kennenlernen.

Im Namen des Mitarbeiterteams bedanke ich mich bei allen fleißigen Helfern, die zum
Gelingen des Wochenendes beigetragen haben. DANKESCHÖN! Jasmin Denkmann


Erntedankgottesdienst am 6. Oktober 2019

Einen schönen Erntedank-Gottesdienst feierte die Methodistengemeinde am 6. Oktober in Kandel in der Friedenskirche.

H.W. Günther nahm zum Thema Dankbarkeit in seiner Predigt (LK. 17,11-19) Stellung. In der Geschichte ging es um 10 Aussätzige, die Jesus geheilt hatte. Jedoch von den 10 Geheilten kam nur einer zurück, um sich bei Jesus zu bedanken.

Dankbarkeit ist etwas, was in unserer Gesellschaft verloren zu gehen scheint. Dankbarkeit ist jedoch die Grundlage, für gute Beziehungen zwischen den Menschen. Vieles und Wesentliches in unserem Leben können wir nicht machen, sondern bekommen es geschenkt. Dazu gehört Liebe, Geborgenheit, Angenommen sein, Respekt vor der Andersartigkeit des Nächsten.

Wo wir Dankbarkeit gegenüber unseren Nächsten verlieren, verlieren wir zugleich die Beziehungsfähigkeit zu unserer Umwelt und Mitmenschen bis hin zu uns selbst. Das Erntedankfest lädt uns ein, inne zu halten vor Gott und unseren Mitmenschen, um zu erkennen, dass nicht alles, was wir in unserem Leben erfahren, selbstverständlich ist.

Der Aussätzige, der Jesus begegnete, entdeckte nicht nur das Geschenk der Heilung, sondern in seiner Dankbarkeit auch den Schenkenden. Er ergriff die ausgestreckte Hand Jesu und schlug ein, hatte seinen Freund fürs Leben gefunden.

Erntedank will uns daran erinnern, dass wir nicht nur selbst für uns sorgen, sondern dass Gott es ist, der uns mit seiner Freundlichkeit und Fürsorge durchs Leben begleitet. sind.

Zum Schluss sang die Gemeinde das traditionell bekannte Lied "Wir pflügen und wir streuen". Der Refrain drückt insbesondere die Fürsorge Gottes für uns Menschen aus. ("Alle Gute Gaben, alles was wir haben, kommt o Gott von Dir, Dank sei Dir dafür").

In diesem Sinne wünsche ich uns ein fürsorgliches Miteinander und eine gesegnete Zukunft.

Diakon Friedrich Wagner