Rundbrief Februar 2021

An(ge)dacht

An(ge)dacht

Liebe Schwestern und Brüder,

über unsere Zoom-Gottesdienste freue ich mich jeden Sonntag. Ich freue mich, euch zu sehen, mich mit euch auszutauschen, miteinander zu lachen. Ich freue mich und bin ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz, über die vielen positive Rückmeldungen auf diese Gottesdienste, dass die virtuelle Gemeinde immer größer und der Impuls für Kinder und Erwachsene immer kreativer wird.

Und während ich meine Freude auskoste lese ich „Freut euch lieber über die Tatsache, dass eure Namen auf der Gästeliste für einen Platz im Paradies eingetragen sind!“ So gibt die Volxbibel den Monatsspruch für Februar wieder. Vielleicht ist euch dieser Vers aus Lukas 10, 20 nach der Luther-bibel vertrauter: „Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.“

Erst einmal ein Dämpfer. Wahrscheinlich für die Jünger damals, denen Jesus diese Worte sagte, genauso, wie für mich. Jesus hatte sie beauftragt: „Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer unter die Wölfe.“ Wenn auch nicht wörtlich so doch - wie ich finde - treffend gibt die Volxbibel Lukas 10, 3 wieder: „Jetzt zieht los! Ist echt so, als würde ich euch wie Mäuse zu Katzen schicken!“. Kein leichter Auftrag: Als Maus zur Katze geschickt werden oder als Lamm unter die Wölfe gehen. Da muss man nicht nur großes Gottvertrauen haben sondern auch mutig, geschickt, kreativ, flexibel und vielleicht auch ein bisschen listig sein. Wahrscheinlich ist da noch mehr Phantasie gefragt als wir sie gerade brauchen, um gute Wege zu finden, Menschen zu erreichen und Gemeinschaft zu leben. Die Jünger nehmen den Auftrag an. Und sie scheinen ihre Arbeit gut zu machen. Ganz stolz berichten sie Jesus: „Herr, auch die bösen Geister sind uns Untertan in deinem Namen!“ (Lukas 10, 17). Aber statt sie zu loben sagt Jesus: „Freut euch lieber über die Tatsache, dass eure Namen auf der Gästeliste für einen Platz im Paradies eingetragen sind!“.

Freue dich nicht über deinen Erfolg – sondern, dass dein Name im Himmel aufgeschrieben ist. Freue dich, du Erdenbürger*in, dass du nicht nur in einer Liste im Einwohnermeldeamt hier auf Erden eingetragen bist, sondern auf Gottes himmlischer Gästeliste stehst. Als „Buch des Lebens“ wird diese Liste oft bezeichnet.

Ich muss zugeben: Dieser Gedanke, dass mein Name im Himmel aufgeschrieben ist, kommt bei mir zur Zeit nicht vor. Mich beschäftigen Fragen, wie „Wann werden wir wieder Präsenzgottesdienste in unseren Gemeinden feiern (können oder wollen)?“, „Wird die Zahl der Neuinfek-tionen abnehmen?“ oder „Wird Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehen?“. Ich merke, wie die „Corona-Thematik“ mich beschäftigt – und oft Kräfte raubt. Da ist es mir wichtig, dass wir unsere Blicke (auch) darauf lenken, was uns Freude macht. Z.B., dass wir uns am Sonntag auf dem Bildschirm sehen und miteinander Gottesdienst feiern, singen und lachen können. Der Spaziergang bei schönem Wetter. Das Buch, das ich gerade mit Begeisterung lese. Und ja, wenn ich es mir bewusst mache und so darüber nachdenke, freue ich mich, dass Gott mir einen Platz bei sich, in der ewigen Heimat verspricht. Es kann mir doch nur gut tun, diese Perspektive zu haben, dass es mehr gibt als das, was wir jetzt gerade erleben.

Gott befohlen

 

Steffen Peterseim

 

 

Aus dem Bezirk

Virtuelle Abwesenheiten der Pastoren

Vom 23. bis zum 25. Februar unterrichte ich (Steffen Peterseim) beim Theologischen Grundkurs. Die Veranstaltung findet zwar digital als Zoom-Konferenz statt und ich werde körperlich vor Ort in Eppingen sein, bin aber von Freitagabend bis Sonntagmittag nicht persönlich erreichbar. Gerne könnt ihr mich per Mail, Threema oder WhatsApp kontaktieren oder mir eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Vom 10. bis zum 11. März sind Andreas Heeß und ich auf der virtuellen Distriktsversammlung.

 

Gottesdienste

Am 28. Januar haben die Gemeindevorstände Eppingen, Kürnbach und Sinsheim in einer gemein-samen Sitzung beschlossen, bis Ende März alle Gottesdienste digital durchzuführen. Das heißt: Wir werden bis Ende März keine Präsenzgottesdienste in unseren Kirchengebäuden feiern.

Wir laden euch ein, jeden Sonntagmorgen, 10.00 Uhr den Gottesdienst per Zoom zu feiern.

Die Zugangsdaten sind bei den beiden Pastoren zu herhalten. Wir wählen uns alle ca. 15 Minuten vorher ein, um uns gegenseitig zu begrüßen und sicherzustellen, daß auch alle etwas sehen und hören.

Es gibt immer ein Lied und einen Impuls (nicht nur) für Kinder. Vor und nach dem Gottesdienst ist Zeit zum Austausch.
Für alle, die bisher noch nicht bei unseren Zoom-Gottesdiensten dabei waren: Man kann auch mit dem Smartphone oder einem Tablet am Zoom-Gottesdienst teilnehmen. Auch wer einen älteren Computer oder einen Laptop ohne Kamera und Mikrophon hat, kann sich einloggen und dabei sein. Wer genauere Informationen braucht oder Zoom gerne einmal ausprobieren möchte kann sich an Pastor Andreas Heeß oder mich wenden.
Die Zoom-Gottesdienste werden weiterhin aufgezeichnet und können als Video angeschaut wer-den. Wir verschicken diese Videos weiterhin an alle, von denen wir eine E-Mail-Adresse haben. Gerne speichern wir diese Gottesdienstvideos auch auf USB-Sticks, die von den meisten Fernseh-geräten abgespielt werden können. Dazu ist kein Internetzugang nötig. Man braucht nur ein Fernsehgerät.
Wer weder am Computer noch am Fernsehgerät unsere Gottesdienste mitfeiern kann, kann die jeweilige Predigt schriftlich bekommen. Wer das möchte melde sich bitte bei Pastor Andreas Heeß oder mir.
Folgende besondere Gottesdienste sind geplant:

  • Sonntag, 7. März:    Bezirksgottesdienst „Kinder helfen Kindern“, als Zoom-Gottesdienst, vorbereitet von den Sonntagsschulen Kürnbach und Sinsheim.
  • Karfreitag, 2. April    Gottesdienst mit Abendmahl. Falls wir bis dahin noch keine Präsenz-gottesdienste feiern, feiern wir miteinander Abendmahl über Zoom.
  • Ostersonntag, 4. April    Für Kürnbach und Sinsheim sind Gottesdienste „für Groß und Klein“ geplant. Sollten diese Gottesdienste nicht Präsenzgottesdienste stattfinden können, feiern wir den Gottesdienst für Groß und Klein per Zoom.

Die drei Gemeindevorstände treffen sich am 9. März, um zu entscheiden, ab wann wir wieder mit Präsenzgottesdiensten beginnen.
 

Weltgebetstag

Trotz Corona findet der Gottesdienst zum Weltgebetstag am 5. März 2021 um 18.30 Uhr statt. Er kommt aus der evangelischen Michaelskirche Kürnbach. Wir werden in bewährter ökumenischer Weise einen „Live-Stream-Gottesdienst“ gestalten und uns so in die Gebetskette einreihen, die an diesem Tag über die Erde zieht.

Wir werden auf Liebgewordenes verzichten müssen, können nicht miteinander singen, tanzen oder essen, aber wir können miteinander beten. Unser Gott hört jedes Gebet – egal wo es ge-sprochen oder gelesen wird.

In diesem Jahr haben Frauen aus Vanuatu die Gebetsordnung geschrieben. Dieses Land ist uns eher unbekannt. Es ist eine Inselgruppe im Pazifik, nordöstlich von Australien.

Obwohl die Menschen dort an den ersten Stellen des weltweiten Glücksindex stehen – durch ein Leben in Einklang mit der Natur – sind das Glück und die Zufriedenheit sehr stark bedroht durch:

  • Naturgewalten (tropische Stürme und Erdbeben),
  • die Folgen des Klimawandels (Anstieg des Meeresspiegels und Überflutungen der Inseln) und
  • die Verschmutzung der Meere.

Die Frauen geben uns Einblick in ihren Lebensalltag und wir erfahren von patriarchalen Struk-turen und viel häuslicher Gewalt.

Das Thema der Gebetsordnung heißt: „Worauf bauen wir?“ Die Frauen aus Vanuatu weisen uns hin auf die Reden Jesu in der Bergpredigt und nennen uns die Bibelverse, wo Jesus sagt: „Wer mein Wort hört und danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein Haus auf einen Felsen baut“.

Auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Kürnbach/Gottesdienste kann jede Frau, jeder Mann, den Gottesdienst aufrufen und mitfeiern.

Die Gebetsordnungen werden ab Freitag, den 26. Februar 2021, in der Evangelischen und Katholischen Kirche ausliegen und können dort abgeholt werden.

Mit den Gebetsordnungen erhalten Sie ein Samentütchen, um Vielfalt in die Natur zu säen, und ein Spendentütchen, um mit Ihrer Kollekte die verschiedenen Projekte finanziell zu unterstützen, die von der Weltgebetstags-Bewegung angeboten werden. Die Spendentütchen können Sie ent-weder in die Spendenbox in der Katholischen Kirche oder in den Briefkasten im Evangelischen Pfarramt einwerfen. Ein Überweisungsformular liegt ebenfalls bei.

Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich darauf ein, in einer neuen Art und Vielfalt den Welt-gebetstag mitzuerleben.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne an Sonja Bachmayer, Inge Eckert oder Friedgard Müller wenden.

Friedgard Müller

 

Bibel oder Gesangbuch übrig?

Wer hat ein EmK-Gesangbuch (EM) oder eine Bibel (möglichst Großdruck) übrig? Ihr könntet damit Menschen aus unseren Gemeinden eine Freude machen. Wir Pastoren wurden in letzter Zeit hin und wieder nach beidem gefragt. Wenn ihr eine Bibel oder ein Gesangbuch übrig habt, wendet euch bitte an Pastor Andreas Heeß oder mich.

 

Finanzen

Nochmals vielen Dank allen, die bisher schon Kollektenspenden gemacht haben. Da wir bis Ende März alle Gottesdienste virtuell feiern die Bitte an euch, weiterhin eure Sonntagskollekte zu spenden.

Beim Gottesdienst „Kinder helfen Kindern“ am 7. März könnt ihr unter dieser Bezeichnung für das Projekt auf unser Gemeindekonten spenden.

Hier noch einmal unsere Bankverbindungen:

  • Kreissparkasse Heilbronn, DE14 6205 0000 0020 0364 87
  • Volksbank Kraichgau, DE82 6729 2200 0140 3732 06
  • Volksbank Bruchsal-Bretten DE50 6639 1200 0032 0057 05

Vielen Dank für eure Gaben im Voraus!

 

Aus der EmK

Virtueller Missionstag

Am Samstag, 13. Februar 2021 von 10 Uhr bis 12.30 Uhr findet der „Online-Weltmissionstag“ statt: Mit dabei sein werden Renate und Claus Härtner aus Mosambik, Christine und Olav Schmidt aus Malawi und Dennis Bangalie aus Sierra Leone. Bitte meldet  euch im Missionsbüro (rau) bis spätestens 12. Februar um 14 Uhr an, damit ihr die Zugangsdaten bekommt. Veranstaltung wird als Zoom-Konferenz stattfinden

 

Kibiwo

Mit diesem Rundbrief erhaltet ihr die Einladung zur Online-KibiWo.

 

DWGJIDS - 12. Februar 2021, 19.30 Uhr

Freitagabend und nichts zu tun? Netflix schon durchgeschaut?

Dann mach mit beim DWGJIDS (Der wahrscheinlich größte Jugendkreis in der SJK). Du kannst als Einzelperson oder auch als Jugendkreis mitmachen.

Alle weiteren Infos auf der KJW-Süd-Homepage  und dem Insta-Kanal des KJW (kjwsued).

Link für DWGJIDS:

https://zoom.us/j/96787612557

Mit dabei: Rainer Gottfried, Carina Kirschmer, Klaus Schmiegel und Tobias Zucker.

Was du für den Abend brauchst: Teebeutel, Kerze, Streichhölzer, Saft und Brot

 

 

Der nächste Rundbrief erscheint am 6. März 2021

 

Eppingen, 5. Februar 2021

 

Steffen Peterseim


Gemeindeleben in Zeiten von Corona

Wir wollen den Gott des Lebens feiern - und dabei unser aller Leben schützen.

 

Seit Anfang Dezember finden unsere Gottesdienste als Sofa-Gottesdienste per Zoom statt.

Wir bitten um rechtzeitige Einwahl.

Sonntags ab 9.40 h kann man sich einwählen zum Testen und zum Austausch.

Der eigentliche Gottesdienst beginnt um 10.00 h.

 

Die Zugangsdaten sind bei den Pastoren zu erfragen.

Für kurze Zeit sind die Mitschnitte als Videos abrufbar, auch dafür bitte an die Pastoren wenden.


Gottesdienste wieder in jeder Gemeinde vor Ort!

Mit den Sommerferien enden auch unsere Bezirksgottesdienste in der Ferienzeit.

Gottesdienst

Ab Sonntag 13. September 2020 werden wieder Gottesdienste in allen drei Gemeinden zu den gewohnten Zeiten stattfinden. Unser Schutzkonzept allerdings werden wir bis auf weiteres beibehalten (Abstand, Mund-Nasen-Maske, Hände desinfizieren, etc.). Bitte meldet euch weiterhin bis am Freitag vorher, 18 Uhr an:

Für alle, die nicht an den Gottesdiensten teilnehmen wollen oder können, prüfen wir momentan die Möglichkeit, den Gottesdienst in Eppingen live zu streamen. Allerdings haben wir hier noch ein paar technische Hindernisse zu meistern. Wenn sich hier jemand auskennt und helfen kann, darf er sich gerne bei uns melden.

 

Gruppen und Kreise des Bezirks

Der ein oder andere Hauskreis trifft sich ja nun schon seit einigen Wochen wieder unter Corona-Bedingungen. In den nächsten Wochen wollen wir versuchen, auch mit anderen Kreisen wieder zu beginnen, z.B. den Sonntagsschulen, den WesleyScouts, dem Jugendtreff, der Bibelstunde oder dem Seniorenkreis. Da die Bedingungen aber komplex sind, sich dauern ändern und auch die Folgen des Endes der Ferienzeit noch nicht absehbar sind, kann es in dem ein oder anderen Fall noch etwas länger dauern. Auf jeden Fall werden wir in den nächsten Tage und Wochen auf die Mitarbeitende der Bereich zugehen und gemeinsam zu planen beginnen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.


Willkommen zurück aus den Sommerferien!

Liebe Geschwister des Bezirks Kraichgau,
ich grüße euch mit dem Monatsspruch für September:

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

2. Kor 5,19 (Einheitsübersetzung)

Geänderte Reisepläne und Streit. Kommt uns vielleicht nach der Urlaubszeit bekannt vor. Darum geht es auch im 2. Korintherbrief. Paulus hatte in Korinth das Evangelium verkündet. Und nach ihm kamen andere, die sich auch Apostel nannten und seine Arbeit gering schätzten und ihn schlecht machten. So kam es zum Streit und zu den Änderungen der Reisepläne des Paulus.
Unter anderem schreibt er in wohl einem seiner persönlichsten Briefe über die Versöhnung, die uns Gott in Christus anbietet. Diese Versöhnung Gottes mit den Menschen ist zugleich Inhalt, Grundlage und Maßstab jeder Verkündigung. Gott ist es, der aktiv wird. Er hat die Welt, das heißt auch dich und mich, wieder mit sich versöhnt. Er geht auf uns zu. Er wartet nicht, bis wir den ersten Schritt machen. In Jesus Christus kommt er uns ganz nah. Er wird selber Mensch. Um das, was zwischen ihm und mir steht, wegzunehmen. Gott hat den Weg frei gemacht. Er ist den Weg zu mir gegangen. Und weil Paulus diese Versöhnung erlebt hat, predigt er nicht nur die Versöhnung mit Gott nach außen, sondern er setzt sich auch ein für die Versöhnung innerhalb der Gemeinde. Auch das scheint manchmal nötig zu sein.

Sommerferien

Wir treffen uns abwechselnd in jeweils einer Gemeinde des Bezirks zum Gottesdienst. Die Termine finden sich unten in der Tabelle

Wer an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, meldet sich bitte bis Freitag an.

 

Für die Gottesdienste nach den Ferien planen wir, zusätzlich eine Videoübertragung anzubieten.

 


"Warum muss ich mich zum Gottesdienst anmelden?"
werden wir immer wieder gefragt. Die ganze Anmelderei hat nichts mit unserem Schutzkonzept zu tun, sondern hat rein praktische Gründe: Wir wollen niemand wieder heim schicken müssen, wenn er in den Gottesdienst kommen will. Wenn wir wissen, dass mehr in einen Gottesdienst kommen wollen, als wir Sitzplätze haben, könnten wir den Gottesdienst mehrfach halten, um allen, die einen Gottesdienst besuchen wollen, die Chance zu geben, diesen auch wirklich zu besuchen. Deshalb auch die Anmeldung schon bis Freitag; wenn wir am Samstag Abend erst erfahren würden, dass wir zu viele Anmeldungen für einen Gottesdienst hätten, wäre es zu spät.
Also: bitte meldet euch lieber einmal zu viel an; wenn ihr dann am Sonntag unpässlich sein solltet, ist euch niemand böse.

Datum Ort Prediger Anmeldung bei  
16. August Sinsheim Pastor Tilmann Sticher Bärbel Weber 07261/62105 b.o.weber@gmx.de  
23. August Kürnbach Werner Müller Steffen Peterseim 07262/4358 steffen.peterseim@emk.de  
30. August Sinsheim Schuldekan i.R. Wolfgang Meuret Steffen Peterseim 07262/4358 steffen.peterseim@emk.de  
6. September Sinsheim Martin Streicher Andreas Heeß 07258/8804 andreas.heess@emk.de  

EINFACH LOSLASSEN UND ENTSPANNEN!?

Wenn das so einfach wäre...

Wie oft hat uns der Alltag mit seinen Sorgen und Nöten im Griff? Wie oft
bestimmen schwierige Situationen in der Familie, am Arbeitsplatz, in unserer Gesellschaft, ....unser
Denken und Handeln? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass es unglaublich schwer ist aus der
„Sorgenschleife“ auszubrechen.
 In der Bibel sind einige Stellen zu finden, die beschreiben, wie Jesus mit schwierigen Situationen
 umgegangen ist. Eine Begebenheit die dort erzählt wird, hat mich in den letzten Tagen ganz besonders
 angesprochen.

„Danach stieg Jesus in das Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein
gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen über dem Boot zusammenschlugen. Aber Jesus schlief. Da liefen
die Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: „Herr, hilf uns, wir gehen unter!“ Jesus antwortete ihnen:
„Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?“ Dann stand er auf und befahl dem Wind und den
Wellen, sich zu legen. Sofort hörte der Sturm auf, und es wurde ganz still. Alle fragten sich voller Staunen:
„Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!“

Matthäus 8,23-27 – Übersetzung: Hoffnung für Alle

Warum kann Jesus tiefenentspannt schlafen, während die Anderen um ihn herum um ihr Leben bangen?
Was hat das mit und meinen „Sorgenschleifen“ zu tun?
Ich darf wissen, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Du und ich - wir sind seine Geschöpfe - er kennt
uns durch und durch. Sein Sohn, Jesus Christus ist die Verbindung zwischen Gott und uns. Durch seinen
Tod am Kreuz hat er die Angst, die unser Leben bestimmen will, überwunden. Wenn wir uns ihm
anvertrauen dürfen wir erfahren, dass seine Liebe stärker ist als jede andere Macht dieser Welt.
 Ich wünsche uns den Mut, unser Vertrauen jeden Tag neu auf Gott zu setzen.
 Er hat uns versprochen in den schwersten Stürmen unseres Lebens bei uns zu sein. Er wartet darauf, dass
 wir unsere Sorgen bei ihm abladen und bei ihm Ruhe für unsere Seele finden.
 In diesem Sinne .....einfach loslassen und entspannen!
 

Alles Gute und Gott befohlen.

Martina Ries


An(ge)dacht vom 25.7.2020

Liebe Geschwister,

schon mal was von C/2020 F3 gehört? Keine Angst, das ist kein neuer Virus. Sondern ein Komet, der am 23. Juli auf seiner elliptischen Bahn seinen geringsten Abstand zur Erde hatte. Er wird auch Neowise genannt. Man konnte ihn abends mit bloßem Auge im Bereich des Sternbilds Größer Bär (oder Großer Wagen) im Nordwesten erkennen. Besser allerdings ging es mit Fernglas oder Teleskop. Die Nasa schätz seinen Durchmesser auf etwa 5 km; man vermutet, dass er um das Jahr 2400 vor Christus das letzte Mal unser Sonnensystem durchflogen hat und dass er um das Jahr 8700 wieder vorbeikommen wird. Erstaunlich ist auch, dass bis zum 27. März diesen Jahres niemand was von diesem Kometen gewusst hatte. Auf einmal war er da. Da meint man immer, wir Menschen kennen und wissen alles. Und doch überrascht uns unser Schöpfer immer mal wieder. Für den Propheten Jesaja waren die Sterne Zeugen für die Größe Gottes.
Jesaja schreibt über den Himmel und seine Körper: "Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt." (Jesaja 40,26)


An(ge)dacht vom 18. Juli 2020

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. – Micha 3, 8

Ihr Lieben,

ab Montag ist in eurer Bibellese, falls sie dem ökumenischen Bibelleseplan folgt, das Buch Micha dran. Mich faszinieren das Buch und der Prophet. Einer meiner Lieblingsverse in der Bibel ist Micha 6, 8. Martin Luther übersetzt diese Bibelstelle so: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Ich erinnere mich, wie fasziniert ich war, als ich als junger Student diesen Vers zum ersten Mal selbst aus dem hebräischen Text übersetzte. Seitdem begleitet mich Micha 6, 8. Die Tiefe der Worte und die Weite ihrer Bedeutung hat Hans Walter Wolff für mich auf den Punkt gebracht. Der mittlerweile verstorbene Professor für Altes Testament, der lange Zeit in Heidelberg lehrte, übersetzt Micha 6, 8 so: „Es ist dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist, und was Jahwe bei dir sucht: Nichts anderes als Recht üben, Freundlichkeit lieben und aufmerksam mitgehen mit deinem Gott.“ Aufmerksam mitgehen, unterwegs sein mit unserem Gott, ist eine gute Empfehlung, nicht nur in Corona Zeiten. Recht üben und Freundlichkeit lieben verstehe ich als die inhaltliche Entfaltung, als Beschreibung, welche Auswirkungen es hat, wie wir leben können, wenn wir mit unserem Gott unterwegs sind. Lasst euch von dem Ratschlag, den der Prophet Micha vor mehr als 2700 Jahren gegeben hat, herausfordern!

Gott befohlen

Steffen Peterseim


An(ge)dacht vom 11. Juli 2020

„Too Much and Never Enough“ – Matthäus 7, 3

Ihr Lieben,

zur Zeit macht ein Buch Schlagzeilen – noch bevor es irgendjemand kaufen konnte. Am 14. Juli soll „Too Much and Never Enough“ (zu deutsch „Zu viel und niemals genug”) von Mary Trump, der Nichte des amerikanischen Präsidenten, erscheinen. In Berichten verschiedener Zeitungen und im Internet habe ich gelesen, die 55jährige promovierte Psychologin würde darin ein Psychogramm von Donald Trump liefern. Sie soll ihren Onkel als empathielosen Menschen schildern, der selbst niemals geliebt wurde. Dass Mary Trump den amerikanischen Präsidenten als einen Narzisten bezeichnet, der keine Prinzipien habe, hat mich ehrlich gesagt ebenso-wenig überrascht wie der Vorwurf, er habe sich die Aufnahme an eine Eliteschule durch Betrug erschlichen. Aber obwohl ich es eigentlich geahnt hatte, bin ich doch sehr erschrocken, schwarz auf weiß zu lesen, dass Donald Trump so erzogen wurde, Fehler nicht einzugestehen oder sich zu entschuldigen. Denn beides gelte als Schwäche, die um jeden Preis zu vermeiden sei; notfalls mit einer Lüge.

Ich möchte nicht von Menschen regiert werden, die Lüge als legitimes Mittel der Politik verstehen. Einen Fehler einzugestehen macht einen Politiker für mich glaubwürdig. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind für mich keine Zeichen von Schwäche sondern von Stärke. Denn, wer sich selbst Fehler zugestehen und sie anderen eingestehen kann, muss über Ich-Stärke verfügen. Als Christ bin ich der Überzeugung, dass Jesus Christus uns dazu ermutigen und stärken möchte. Diese Stärke kann ich gewinnen, wenn ich es für mich annehmen kann, dass der Wert meines Lebens nicht davon abhängt, dass ich alles richtig mache oder vor anderen gut dastehe. Wenn ich es für mich annehmen kann, dass Jesus Christus mich nicht auf meine Fehler festlegt, sondern mir vergibt, und mir zutraut, dass ich es anders kann, dann kann ich zu meinen Fehlern stehen und muss sie weder kaschieren noch verleugnen. Und ich kann anderen zugestehen, dass sie Fehler machen. Ich denke, es tut uns im Umgang miteinander gut, die alte Regel zu beherzigen, die uns in Matthäus 7, 3 überliefert ist: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Gott befohlen

Steffen Peterseim


„Bleiben Sie gesund!?“

Gesundheit und Informationen genießen zur Zeit einen hohen Stellenwert.

Unser Pastor verfaßte das Wort der Kirche für die Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.April 2020.