Gemeindeleben in Zeiten von Corona

Wir wollen den Gott des Lebens feiern - und dabei unser aller Leben schützen.

 

Deshalb finden die Gottesdienste und alle anderen Veranstaltungen zur Zeit unter Einhaltung des des EMK-Schutzkonzepts unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 23. Juni 2020 statt.


Gottesdienste wieder in jeder Gemeinde vor Ort!

Mit den Sommerferien enden auch unsere Bezirksgottesdienste in der Ferienzeit.

Gottesdienst

Ab Sonntag 13. September 2020 werden wieder Gottesdienste in allen drei Gemeinden zu den gewohnten Zeiten stattfinden. Unser Schutzkonzept allerdings werden wir bis auf weiteres beibehalten (Abstand, Mund-Nasen-Maske, Hände desinfizieren, etc.). Bitte meldet euch weiterhin bis am Freitag vorher, 18 Uhr an:

Für alle, die nicht an den Gottesdiensten teilnehmen wollen oder können, prüfen wir momentan die Möglichkeit, den Gottesdienst in Eppingen live zu streamen. Allerdings haben wir hier noch ein paar technische Hindernisse zu meistern. Wenn sich hier jemand auskennt und helfen kann, darf er sich gerne bei uns melden.

 

Gruppen und Kreise des Bezirks

Der ein oder andere Hauskreis trifft sich ja nun schon seit einigen Wochen wieder unter Corona-Bedingungen. In den nächsten Wochen wollen wir versuchen, auch mit anderen Kreisen wieder zu beginnen, z.B. den Sonntagsschulen, den WesleyScouts, dem Jugendtreff, der Bibelstunde oder dem Seniorenkreis. Da die Bedingungen aber komplex sind, sich dauern ändern und auch die Folgen des Endes der Ferienzeit noch nicht absehbar sind, kann es in dem ein oder anderen Fall noch etwas länger dauern. Auf jeden Fall werden wir in den nächsten Tage und Wochen auf die Mitarbeitende der Bereich zugehen und gemeinsam zu planen beginnen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.


Willkommen zurück aus den Sommerferien!

Liebe Geschwister des Bezirks Kraichgau,
ich grüße euch mit dem Monatsspruch für September:

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

2. Kor 5,19 (Einheitsübersetzung)

Geänderte Reisepläne und Streit. Kommt uns vielleicht nach der Urlaubszeit bekannt vor. Darum geht es auch im 2. Korintherbrief. Paulus hatte in Korinth das Evangelium verkündet. Und nach ihm kamen andere, die sich auch Apostel nannten und seine Arbeit gering schätzten und ihn schlecht machten. So kam es zum Streit und zu den Änderungen der Reisepläne des Paulus.
Unter anderem schreibt er in wohl einem seiner persönlichsten Briefe über die Versöhnung, die uns Gott in Christus anbietet. Diese Versöhnung Gottes mit den Menschen ist zugleich Inhalt, Grundlage und Maßstab jeder Verkündigung. Gott ist es, der aktiv wird. Er hat die Welt, das heißt auch dich und mich, wieder mit sich versöhnt. Er geht auf uns zu. Er wartet nicht, bis wir den ersten Schritt machen. In Jesus Christus kommt er uns ganz nah. Er wird selber Mensch. Um das, was zwischen ihm und mir steht, wegzunehmen. Gott hat den Weg frei gemacht. Er ist den Weg zu mir gegangen. Und weil Paulus diese Versöhnung erlebt hat, predigt er nicht nur die Versöhnung mit Gott nach außen, sondern er setzt sich auch ein für die Versöhnung innerhalb der Gemeinde. Auch das scheint manchmal nötig zu sein.

Sommerferien

Wir treffen uns abwechselnd in jeweils einer Gemeinde des Bezirks zum Gottesdienst. Die Termine finden sich unten in der Tabelle

Wer an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, meldet sich bitte bis Freitag an.

 

Für die Gottesdienste nach den Ferien planen wir, zusätzlich eine Videoübertragung anzubieten.

 


"Warum muss ich mich zum Gottesdienst anmelden?"
werden wir immer wieder gefragt. Die ganze Anmelderei hat nichts mit unserem Schutzkonzept zu tun, sondern hat rein praktische Gründe: Wir wollen niemand wieder heim schicken müssen, wenn er in den Gottesdienst kommen will. Wenn wir wissen, dass mehr in einen Gottesdienst kommen wollen, als wir Sitzplätze haben, könnten wir den Gottesdienst mehrfach halten, um allen, die einen Gottesdienst besuchen wollen, die Chance zu geben, diesen auch wirklich zu besuchen. Deshalb auch die Anmeldung schon bis Freitag; wenn wir am Samstag Abend erst erfahren würden, dass wir zu viele Anmeldungen für einen Gottesdienst hätten, wäre es zu spät.
Also: bitte meldet euch lieber einmal zu viel an; wenn ihr dann am Sonntag unpässlich sein solltet, ist euch niemand böse.

Datum Ort Prediger Anmeldung bei  
16. August Sinsheim Pastor Tilmann Sticher Bärbel Weber 07261/62105 b.o.weber@gmx.de  
23. August Kürnbach Werner Müller Steffen Peterseim 07262/4358 steffen.peterseim@emk.de  
30. August Sinsheim Schuldekan i.R. Wolfgang Meuret Steffen Peterseim 07262/4358 steffen.peterseim@emk.de  
6. September Sinsheim Martin Streicher Andreas Heeß 07258/8804 andreas.heess@emk.de  

EINFACH LOSLASSEN UND ENTSPANNEN!?

Wenn das so einfach wäre...

Wie oft hat uns der Alltag mit seinen Sorgen und Nöten im Griff? Wie oft
bestimmen schwierige Situationen in der Familie, am Arbeitsplatz, in unserer Gesellschaft, ....unser
Denken und Handeln? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass es unglaublich schwer ist aus der
„Sorgenschleife“ auszubrechen.
 In der Bibel sind einige Stellen zu finden, die beschreiben, wie Jesus mit schwierigen Situationen
 umgegangen ist. Eine Begebenheit die dort erzählt wird, hat mich in den letzten Tagen ganz besonders
 angesprochen.

„Danach stieg Jesus in das Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein
gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen über dem Boot zusammenschlugen. Aber Jesus schlief. Da liefen
die Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: „Herr, hilf uns, wir gehen unter!“ Jesus antwortete ihnen:
„Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?“ Dann stand er auf und befahl dem Wind und den
Wellen, sich zu legen. Sofort hörte der Sturm auf, und es wurde ganz still. Alle fragten sich voller Staunen:
„Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!“

Matthäus 8,23-27 – Übersetzung: Hoffnung für Alle

Warum kann Jesus tiefenentspannt schlafen, während die Anderen um ihn herum um ihr Leben bangen?
Was hat das mit und meinen „Sorgenschleifen“ zu tun?
Ich darf wissen, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Du und ich - wir sind seine Geschöpfe - er kennt
uns durch und durch. Sein Sohn, Jesus Christus ist die Verbindung zwischen Gott und uns. Durch seinen
Tod am Kreuz hat er die Angst, die unser Leben bestimmen will, überwunden. Wenn wir uns ihm
anvertrauen dürfen wir erfahren, dass seine Liebe stärker ist als jede andere Macht dieser Welt.
 Ich wünsche uns den Mut, unser Vertrauen jeden Tag neu auf Gott zu setzen.
 Er hat uns versprochen in den schwersten Stürmen unseres Lebens bei uns zu sein. Er wartet darauf, dass
 wir unsere Sorgen bei ihm abladen und bei ihm Ruhe für unsere Seele finden.
 In diesem Sinne .....einfach loslassen und entspannen!
 

Alles Gute und Gott befohlen.

Martina Ries


An(ge)dacht vom 25.7.2020

Liebe Geschwister,

schon mal was von C/2020 F3 gehört? Keine Angst, das ist kein neuer Virus. Sondern ein Komet, der am 23. Juli auf seiner elliptischen Bahn seinen geringsten Abstand zur Erde hatte. Er wird auch Neowise genannt. Man konnte ihn abends mit bloßem Auge im Bereich des Sternbilds Größer Bär (oder Großer Wagen) im Nordwesten erkennen. Besser allerdings ging es mit Fernglas oder Teleskop. Die Nasa schätz seinen Durchmesser auf etwa 5 km; man vermutet, dass er um das Jahr 2400 vor Christus das letzte Mal unser Sonnensystem durchflogen hat und dass er um das Jahr 8700 wieder vorbeikommen wird. Erstaunlich ist auch, dass bis zum 27. März diesen Jahres niemand was von diesem Kometen gewusst hatte. Auf einmal war er da. Da meint man immer, wir Menschen kennen und wissen alles. Und doch überrascht uns unser Schöpfer immer mal wieder. Für den Propheten Jesaja waren die Sterne Zeugen für die Größe Gottes.
Jesaja schreibt über den Himmel und seine Körper: "Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt." (Jesaja 40,26)


An(ge)dacht vom 18. Juli 2020

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. – Micha 3, 8

Ihr Lieben,

ab Montag ist in eurer Bibellese, falls sie dem ökumenischen Bibelleseplan folgt, das Buch Micha dran. Mich faszinieren das Buch und der Prophet. Einer meiner Lieblingsverse in der Bibel ist Micha 6, 8. Martin Luther übersetzt diese Bibelstelle so: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Ich erinnere mich, wie fasziniert ich war, als ich als junger Student diesen Vers zum ersten Mal selbst aus dem hebräischen Text übersetzte. Seitdem begleitet mich Micha 6, 8. Die Tiefe der Worte und die Weite ihrer Bedeutung hat Hans Walter Wolff für mich auf den Punkt gebracht. Der mittlerweile verstorbene Professor für Altes Testament, der lange Zeit in Heidelberg lehrte, übersetzt Micha 6, 8 so: „Es ist dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist, und was Jahwe bei dir sucht: Nichts anderes als Recht üben, Freundlichkeit lieben und aufmerksam mitgehen mit deinem Gott.“ Aufmerksam mitgehen, unterwegs sein mit unserem Gott, ist eine gute Empfehlung, nicht nur in Corona Zeiten. Recht üben und Freundlichkeit lieben verstehe ich als die inhaltliche Entfaltung, als Beschreibung, welche Auswirkungen es hat, wie wir leben können, wenn wir mit unserem Gott unterwegs sind. Lasst euch von dem Ratschlag, den der Prophet Micha vor mehr als 2700 Jahren gegeben hat, herausfordern!

Gott befohlen

Steffen Peterseim


An(ge)dacht vom 11. Juli 2020

„Too Much and Never Enough“ – Matthäus 7, 3

Ihr Lieben,

zur Zeit macht ein Buch Schlagzeilen – noch bevor es irgendjemand kaufen konnte. Am 14. Juli soll „Too Much and Never Enough“ (zu deutsch „Zu viel und niemals genug”) von Mary Trump, der Nichte des amerikanischen Präsidenten, erscheinen. In Berichten verschiedener Zeitungen und im Internet habe ich gelesen, die 55jährige promovierte Psychologin würde darin ein Psychogramm von Donald Trump liefern. Sie soll ihren Onkel als empathielosen Menschen schildern, der selbst niemals geliebt wurde. Dass Mary Trump den amerikanischen Präsidenten als einen Narzisten bezeichnet, der keine Prinzipien habe, hat mich ehrlich gesagt ebenso-wenig überrascht wie der Vorwurf, er habe sich die Aufnahme an eine Eliteschule durch Betrug erschlichen. Aber obwohl ich es eigentlich geahnt hatte, bin ich doch sehr erschrocken, schwarz auf weiß zu lesen, dass Donald Trump so erzogen wurde, Fehler nicht einzugestehen oder sich zu entschuldigen. Denn beides gelte als Schwäche, die um jeden Preis zu vermeiden sei; notfalls mit einer Lüge.

Ich möchte nicht von Menschen regiert werden, die Lüge als legitimes Mittel der Politik verstehen. Einen Fehler einzugestehen macht einen Politiker für mich glaubwürdig. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind für mich keine Zeichen von Schwäche sondern von Stärke. Denn, wer sich selbst Fehler zugestehen und sie anderen eingestehen kann, muss über Ich-Stärke verfügen. Als Christ bin ich der Überzeugung, dass Jesus Christus uns dazu ermutigen und stärken möchte. Diese Stärke kann ich gewinnen, wenn ich es für mich annehmen kann, dass der Wert meines Lebens nicht davon abhängt, dass ich alles richtig mache oder vor anderen gut dastehe. Wenn ich es für mich annehmen kann, dass Jesus Christus mich nicht auf meine Fehler festlegt, sondern mir vergibt, und mir zutraut, dass ich es anders kann, dann kann ich zu meinen Fehlern stehen und muss sie weder kaschieren noch verleugnen. Und ich kann anderen zugestehen, dass sie Fehler machen. Ich denke, es tut uns im Umgang miteinander gut, die alte Regel zu beherzigen, die uns in Matthäus 7, 3 überliefert ist: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Gott befohlen

Steffen Peterseim


„Bleiben Sie gesund!?“

Gesundheit und Informationen genießen zur Zeit einen hohen Stellenwert.

Unser Pastor verfaßte das Wort der Kirche für die Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.April 2020.