Das Kirchenjahr hat seinen ganz eigenen Kreislauf und beinhaltet all die Feste und Zeiten, die grundlegend für unseren christlichen Glauben sind. Zudem stärken uns die Feste in unserer Nachfolge, sie geben uns Halt und Vertrauen in Gottes liebevolle Zuwendung zu uns und seiner umfassenden Liebe und Gnade.

Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag im November.


 

Advent

Mit der Zeit des Advents, was nichts anderes bedeutet als Ankunft, bereiten wir Christen uns auf Weihnachten vor, und somit auf die Geburt Jesu Christi, dem Retter der Welt, Gottes Sohn.


 

Epiphanias

Mit ihm gemeinsam gehen wir durch das Kirchenjahr hindurch. Im Grunde genommen könnte man auch sagen: Jesu Leben und Wirken hier auf Erden, vor mehr als 2000 Jahren, bestimmt den Inhalt unseres Kirchenjahres. Denn nach Weihnachten kommt die Zeit Epiphanias, in der wir uns mit Jesu Leben und Wirken hier auf Erden beschäftigen. Wir erinnern uns an seine Wunder und Gleichnisse, an sein Tun und Handeln und führen uns damit einmal mehr vor Augen, wie wichtig für uns, für jeden Einzelnen die Nachfolge Jesu ist.


 

Passionszeit

Die Zeit von Epiphanias endet mit dem Beginn der Passionszeit: Jesu Einzug in Jerusalem, sein Leiden und seine Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Tod im Garten Gethsemane und die damit verbundene Angst, mit der er sich auseinandersetzte. Seine Verhaftung durch die Römer und die daraus resultierende Verurteilung zum Tode am Kreuz.


 

Karfreitag

Der Höhepunkt dieser Zeit ist der Karfreitag, der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Als unschuldiger wurde er Schuldig gesprochen. Er hat die Schulden der Welt auf sich genommen und ist für uns gestorben.


 

Ostern

Am dritten Tage nach seinem Tod, ist Jesus auferstanden. Dieses Wunder und das damit verbundene neue Leben, das uns Menschen geschenkt wurde und den Sieg über Tod und Schuld, feiern wir Christen zu Ostern.


 

Christi Himmelfahrt

Am 40. Tag nach Ostern ist Jesus in das Himmelreich, in das Haus seines Vaters zurückgekehrt, was gerade bei der Urgemeinde für Irritation, Angst und Hoffungslosigkeit geführt hat. Wie sollte es jetzt weiter gehen?

Am 50. Tag nach seiner Auferstehung, also am 10. Tag nach Christi Himmelfahrt, hat er uns seinen Heiligen Geist auf die Erde gesandt, der uns Menschen von nun an hier auf Erden begleiten soll.


 

Trinitatis und Erntedank

Wir errinern uns an die Dreifaltigkeit unseres Gottes, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Dies ist die Zeit, in der wir u.a. das Erntedankfest feiern, uns bei Gott für seine Begleitung in unserem Leben bedanken. Für den Segen, der auf unserer Arbeit lad, die gute Ernte, die die Bauern einholen durften und uns daran erinnern, dass dies alles andere als selbstverständlich ist. Wir sind reich beschenkt und haben allen Grund dafür, dankbar zu sein!


 

Ewigkeitssonntag

Mit diesem Tag, an dem wir unseren Verstorbenen gedenken, geht das Kirchenjahr zu Ende.