Aktueller Bericht der EMK-Mission

Der folgende Text wurde einer Mail von Frank Aichele vom Missionswerk der EmK an unseren Pastor Siegfried Stoltze entnommen und mit dessen freundllicher Genehmigung zur Veröffentlichung für unsere Website zur Verfügug gestellt - mit eingen kleineren, für das Web erforderlichen Anpassungen. 

Damit soll ein auch kurzer Überblick über die umfangreiche Missionstätigkeit unserer Kirche vermittelt werden.

 

1)     Fürbitte der EmK-Weltmission
2)     Die 1000-Tage-Regel
3)     Patientenzahlen um 50% gesteigert
4)     Hoffnung für Gehörlose
5)     Weitere Informationen
6)     Was mich bewegt


1)   Fürbitte der EmK-Weltmission

Unsere Missionarin in Sierra Leone, Melanie Janietz, hat gesundheitliche Probleme, deren Ursache vor Ort nicht gefunden werden konnte. Deshalb wird sie in Kürze für weitergehende Untersuchungen nach Deutschland fliegen. Bitte bete dafür, dass die Ursache der Probleme gefunden wird und eine erfolgreiche Behandlung erfolgen kann. Bitte bete auch für ihren Mann Jan-Ulric und die Kinder, die in dieser Zeit in Sierra Leone bleiben werden.
Die EmK in Sierra Leone hat alle ihre Partner zu einem runden Tisch und zur Teilnahme an der Jährlichen Konferenz eingeladen. In Sierra Leone schreibe ich auch diese Zeilen. Bitte bete dafür, dass dieses Treffen die gute Zusammenarbeit aller weiter fördert, die dynamische Entwicklung der Kirche unterstützt und wir auch in Zukunft viel voneinander lernen und gegenseitig profitieren können.


2)   Die 1000-Tage-Regel

Leben retten – Mangelernährung bekämpfen. Dieser Aufgabe nimmt sich die Ernährungsklinik in Blantyre, Malawi, an. Der Klinikleiter Maurice Solola berichtet von Zoe.


3)   Patientenzahlen um 50% gesteigert

Die kleine Klinik der EmK Sierra Leone in Jaiama, die von der EmK-Weltmission seit Jahren unterstützt wird, konnte im letzten Jahr die Zahl der behandelten Patienten von knapp 2000 auf über 3000 steigern.


4)   Hoffnung für Gehörlose

Gehörlose Kinder und Jugendliche zu stärken und Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen ein selbstständiges Leben ermöglichen – das ist das Ziel von David Worlobah. Hier stellen wir die von ihm geleiteten Projekte in Liberia vor.


5)   Weitere Informationen


Die Menschen nicht alleine lassen – Spenden Sie für Tsunami-Opfer
Schulfernsehen für »Kriegskinder« – Zweiter Teil des Interviews mit Kurt Johansen


Alle Berichte im Überblick und weitere Eimzelheiten findest Du auf www.emkweltmission.de.

 

6)   Was mich bewegt

Vor meiner Abreise nach Sierra Leone hatte ich wegen des Streiks der Sicherheitsleute auf vielen Flughäfen einige Bedenken. Aber an meinem Abreisetag wurde nicht gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi fordert in diesem Arbeitskampf 20 Euro pro Stunde für alle Mitarbeitenden in der Flughafensicherheit. Das sind wichtige und sensible Jobs, keine Frage, und es ist mir auch verständlich, dass etwas mehr gefordert wird, um dann ein gutes Ergebnis zu erzielen. Aber sind diese Summen angemessen für eine Arbeit, die keine Berufsausbildung sondern nur eine Schulung erfordert? Gerade im Vergleich zu Gehältern im sozialen Bereich (Altenpfleger, Kindergärtner, …). Was ist überhaupt ein angemessener Lohn bzw. Anteil?


Und noch weiter gedacht: Was wäre ein angemessener Anteil für Sierra Leone (oder ganz Afrika) am Wohlstand und den Möglichkeiten dieser Welt? Zwar gibt es Verbesserungen in Sierra Leone (z.B. ist nun eine weitere Hauptstraße geteert, die Stromversorgung in einigen Städten wurde verbessert, es stehen mehr Schulen zur Verfügung …). Aber die große Mehrheit lebt immer noch in Armut und starker Unsicherheit (was passiert bei Krankheit, schlechter Ernte, wenn irgendwas dazwischen kommt?).


Je länger ich in Afrika unterwegs bin, desto mehr stelle ich fest: Der wichtigste Unterschied ist nicht, wieviel oder wenig Geld man verdient oder hat, sondern wie abgesichert wir sind bzw. eben nicht sind! Wir können im Vergleich eigentlich sehr getrost leben, fast alles ist bei uns abgesichert (Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Krankheit, Rente ...).
Und die Armut hier in Sierra Leone sowie die nicht vorhandene Absicherung hat mit unserem Reichtum zu tun (Stichworte dazu: EU-Agrarpolitik, Weltwirtschaftsordnung, billige Rohstoffe bei uns verarbeitet, weltpolitische Machtverteilung, …). Natürlich gibt es auch andere Faktoren (mangelnde Bildung, korrupte Eliten und Politiker, Klimawandel …).
So frage ich mich: Wollen wir Veränderung im Hinblick auf den Anteil von Sierra Leone (Afrika) am Weltwohlstand? Sind wir bereit zu teilen, abzugeben, damit ein angemessener Anteil in Afrika bleibt bzw. dort erwirtschaftet werden kann?


Ich freue mich, wenn ich Meinungen zu diesen Fragen erfahre. Und ansonsten hoffe ich, damit Anregungen zum Nachdenken gegeben zu haben.


Mit herzlichen Grüßen aus dem schönen, aber schwülheißen Sierra Leone

Frank Aichele

 
Evangelisch-methodistische Kirche, Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit
Holländische Heide 13
42113 Wuppertal
Tel 0202 7670190, Fax 0202 7670193
E-Mail: weltmission@emk.de
Homepage www.emkweltmission.de
Spendenkonto: Evangelische Bank eG
IBAN: DE65520604100000401773