Warum nicht ein etwas ungewöhnlicher Gemeindeabend als feste Einrichtung?

Mit der Frage begann es vor Jahren ...

 

Liebe Besucher unserer Homepage und unserer Gemeinde, 

nach einem Beschluss des NJK-Kabinetts werden sämtliche kirchliche Veranstaltungen als Reaktion auf die Corona-Krise (Gottesdienste, Gruppenveranstaltungen, Sitzungen, Tagungen) in der nächsten Zeit abgesagt. Dies gilt grundsätzlich ab sofort (13. März 2020). Sollte sich der Status verändern, werden wir an dieser Stelle aktuell informieren.
Pastor Siegfried Stoltze ist unter 0491/2862, 0171/5218628 und
emk-siegfried.stoltze(at)t-online.de erreichbar. Bitte kontaktieren Sie unseren Pastor, wenn Sie Anliegen haben. Vielen Dank!

 

Was daraus geworden ist?

Jeden 1. Freitag im Monat, ab 18:30 Uhr treffen sich interessierte Menschen regelmäßig zu einem Abend in zwangloser Gemeinschaft in den Räumen unserer Kirche. 
(Ausnahme: im März 2020 erst am 2. Freitag, da am 1. Freitag der Weltgebetstagsgottesdienst in unserer Kirche stattfindet!)

Er beginnt jeweils um 18:30 Uhr mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Gemeinschaftsraum, und um 19:30 Uhr folgt dann im großen Kirchenraum ein Spielfilm in normaler Länge von etwa eineinhalb Stunden.

Wobei es sich bei den Filmen um die unterschiedlichsten Themen handelt; diese reichen über die ganze menschliche Palette, von spannend-komisch über tragisch-aufregend bin hin zu gefühlvoll-nachdenklich.

Sie scheuen auch nicht vor brisanten Themen zurück. Es handelt sich keineswegs ausschließlich um religiös deklarierte Filme; sie sind jedoch vom Hintergrund her durchaus geeignet, auch diese bzw. christliche Fragen aufzuwerfen und zu Diskussionen anzuregen.

Nicht nur von daher besteht nach dem Film die Möglichkeit zu einem gemeinschaftlichen - oder auf Wunsch auch persönlichen - Gespräch; dies ist durchaus erwünscht.

Übrigens: Wer nur den Film sehen möchte, weil er am Essen nicht teilnehmen kann oder will, oder wer umgekehrt nur am Abendessen teilnehmen mag, ist ebenfalls herzlich willkommen! 

Teilnahme an Abendessen und Film sind  kostenlos. 

 

Film am Freitag, 3. April 2020
Über den Tag hinaus 
(FSK ab 6) 

Dieser Abend wir voraussichtlich wegen der Corona-Krise ausfallen! 

Walter Singer ist 83 Jahre alt, er ist krank, sein Leben geht zu Ende. Er ist ein bekannter Professor; ein letztes Mal möchte er sich verabschieden von Orten, die für ihn  wichtig waren im Leben, von Menschen, die ihm etwas bedeutet haben. Für diese letzte Fahrt hat er ein Taxi bestellt.
Greta Tullner ist 41 Jahre alt, sie fährt Taxi und hat eine anstrengende Nachschicht hinter sich. Eigentlich hat sie keine Lust mehr zu einer Fahrt, die den ganzen Tag dauern soll, aber da sie pleite ist, nimmt sie den Auftrag an. Die beiden so unterschiedlichen Akteure kommen sich näher und der Professor kann der jungen Frau helfen, ihre Pläne für ein Studium wieder in Angriff zu nehmen, andererseits kann Greta dem Professor Mut machen, das Leben solange zu genießen, bis es wirklich vorbei ist.
Am Ende müssen sie sich schweren Herzens voneinander verabschieden, aber dieser eine Tag hat das Leben der beiden über den Tag hinaus verändert.
Publikumspreis beim Festival des deutschen Films 2015

 

 

Film am Freitag, 1. Mai 2020 
Extrem laut und unglaublich nah

(FSK ab 12)

Der neunjährige Junge Oskar Schell leidet scheinbar unter Autismus und bezeichnet sich selbst als einen Erfinder. Er lebt mit seiner Mutter in New York, seinen Vater hat er bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 verloren. Oskar macht sich immer wieder Gedanken darüber, wie sein Vater gestorben ist, ob er gesprungen oder vielleicht auch verbrannt ist. Im Wandschrank seines Vaters entdeckt er einen Umschlag mit der Aufschrift „Black“, der einen kleinen Schlüssel enthält. Oskar ist überzeugt, dass dieser Name etwas mit einer vermeintlichen Nachricht seines Vaters zu tun hat. Er beschließt, alle Personen in New York mit diesem Namen aufzusuchen, um das Schloss zum Schlüssel zu finden. So begegnet er den unterschiedlichsten Menschen und die vielen Begegnungen geben Oskar Halt und Trost, um den Verlust des Vaters zu verarbeiten.
Parallel wird die Geschichte von Oskars Großvater und Vater in Briefen erzählt, in denen es um den Zweiten Weltkrieg und die Liebe zwischen den Großeltern geht.
Nach dem Roman Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer.